MySpace my ass!
02.02.2008 | 18:25 | von pasQualle veröffentlicht in Noise, Notizen | 4 Kommentare
Achtung: Folgender Text ist ein böse MySpace-Rant. Er setzt sich für die Schließung dieser Community ein. Aber das dürfte meinen Lesern eh recht sein, nehm ich mal an. Derjenige meiner Leser, der MySpace mag, wird hiermit des Blocks verwiesen. Außerdem will er Bands ein neues Bewusstsein bezüglich ihren Fans einpflanzen. Da das hier aber eh niemals eine Band lesen wird, bleibst dann wohl doch ein Hingespinst das keinen Schwanz interessiert.

Optimal wäre:
Klar, jede Band ist bei der benutzerunfreundlichen Drecks-Community MySpace angemeldet und kann das auch ruhig bleiben. Zum Hören von Songs ist diese hässliche Seite ja schon einigermaßen geeignet. Aber die Bands sollten dort nicht bloggen, keine Fotos hochladen und schon gar nicht dort bloggen.
Um an Informationen über Musik zu kommen gibt es ja vielfältige Wege. Entweder man wühlt sich eben durch MySpace, klappert dort alle Blogs der geliebten Bands ab und erlebt unterwegs mehrere Herzinfarkte und Augeninfektionen ausgelöst von purer Hässlichkeit. Oder aber man liest Musikblogs wie pitchforkmedia und Konsorten, wobei auch das nicht die beste Alternative ist, da ja nicht jeder Musikgeschmack befriedigt wird.
Optimal wäre also, wenn sich die Bands wieder mehr auf ihre eigene Seite konzentrieren würden. Die Fans würden eine Aktualisierung auf den neusten Stand der Technologie sicherlich begrüßen, und es könnte auch der Öffentlichkeitsstriptease den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Ersteres und zweiteres bedeutet, dass jede Band zumindest auf ihrer Homepage bloggen sollte. Der Begriff bloggen kann in diesem Fall weitläufig ausgelegt werden. Von kurzen Ankündigungen bis zum kompletten Persönlichkeitseinblick wäre ja alles möglich. Jeder wie er möchte. Kommentarmöglichkeit kann man ebenso aus- und anschalten. Aber in jedem Fall, und das ist der eigentlich zentrale Punkt dieses Worthaufens, sollte jeder Blog über ein RSS-Feed verfügen.
Da heutzutage so und so immer mehr Feeds gelesen und abonniert werden, dürfen sich die Musikschaffenden nicht dagegen verwehren. Es ist im Moment einfach die einfachste Art und Weise an die Informationen zu kommen die einen interessieren und diese zudem noch an einem Ort, dem Feedreader, zu bündeln.
Diese Blogs kombiniert mit einem Flickr und YouTube Account (hierbei ist völlig egal was, Hauptsache die Fotos und Videos lassen sich in den Blog einbinden) zum verbreiten der neusten Tourfotos oder Studiovideos, wäre der perfekte Auftritt einer Band im Internet.
Diese Konzentration auf die Bandhomepage würde es auch Fans leichter machen, immer die neusten Informationen zu ihrer Band zu erhalten. Sie bräuchten sich nicht mehr in Arschlochcommunities anmelden, nur um die neusten Tourfotos ihrer Lieblingsband anzuschauen.
Meine Mission ist dann erfüllt, wenn auf den Bandseiten dann noch kostenlos mp3s zum anhören und/oder herunterladen angeboten werden, und dieses Drecks-MySpace überflüssig wird.
[Foto von swanksalot]
Tags: Band | MySpace | RSS-Feed
Ähnliche Beiträge:
02.02.2008 um 18:59 | # | @
Danke. Unterschreibe ich. Wie sehr ich diese vernachlässigten Band-Homepages hasse, wo sogar für die Tourdaten auf Myspace verwiesen wird. Bin dort jetzt auch endlich abgemeldet, nachdem ich die erste Bestätigungsmail zur Löschung wochenlang nicht bemerkt habe, weil sie im Spamordner gelandet war. (!)