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Interview » Fredo Viola [Update2]

20.03.2008  |  16:30  |  von pasQualle veröffentlicht in Noise  |  2 Kommentare

Fredo Viola

Es muss schon eine Weile her sein, seit ich auf die Musik von Fredo Viola gestoßen bin. Ehrlich gesagt habe ich ihn gar nicht selbst gefunden, sondern wurde von J. draufgestoßen. Habe seine emotionale Art Musik zu machen entdeckt. Und wie es so ist bei noch kleinen, eher unbekannten Künstlern, muss man nur fragen und schon hat man die Möglichkeit ein ausführliches Interview mit ihnen zu führen. Fredo hat sich für meine 16 Fragen Zeit gelassen. Er wollte noch eine Weile mit ihnen leben, sagte er. Und er entschuldigte sich, dass er den Hang hat ein »blabbermouth« zu sein. Macht doch nichts. Nein, die Antworten sind super, da brauchst du nichts mehr verkürzen. Bei dieser Ausführlichkeit bedarf es keiner großen Einleitung mehr.
Jetzt, also hier, das Interview mit Fredo Viola.

[Update] Nachdem sich Fredo diesen Beitrag hier angeschaut hatte machte er mich darauf aufmerksam, dass die beiden Songs »The Turn« und »The Original Man« hier in alten Versionen vorliegen. Er bot mir an diese beiden Tracks zu schicken, wenn sie, das ist leider die Vorgabe vom Label nur gestreamt werden und es keine Herunterladungsmöglichkeit gibt. Beim schneller Drüberschauen habe ich gesehen, dass das Audioplayerplugin nicht unbedingt diese Sicherheit gewährt und man auch Umwegen an den Link zur mp3-Datei kommen kann. Wenn jemand eine nette Lösung wüsste, würde mich das sehr freuen und mir eine wohl etwas längere Google-Reise ersparen.
Vorerst werde ich diese beiden Songs erstmal nicht mehr anbieten. Mal schauen was sich tut.
Jetzt noch ein wenig Selbstbeweihräucherung in Form einer Aussage von Fredo:

And, btw, I cant remember if I ever mentioned, but your questions were really excellent. Thanks for the very smart and insightful interview.

[/Update]

[Update2] Jetzt habe ich die beiden neueren Versionen von »The Original Man« und »The Turn« bekommen, darf sie allerdings nur streamen. Seid so nett und sucht nicht nach Wegen an die Audiodatei zu kommen. Erstens erhöht das meinen Traffic und zweitens schadet ihr dem Künstler - der ja so nett war mir die Dateien zu Verfügung zu stellen. Kauft seine Musik! Sie ist es wirklich wert!
[/Update2]

Zuerst möchte ich dir danken, dass du dir die Zeit genommen hast. Kannst du dich bitte kurz vorstellen?
Mein Name ist Frdeo Viola. Ich bin ein Multimedia-Künstler aus New York City. Ich habe zwei Augen, zwei Ohren, zwei Lippen und eine Augenbraue.

Was ist dein musikalischer Hintergrund und wie würdest du den Stil deiner Musik beschreiben?
Als ich fünf Jahre alt war erwischte mich meine Mutter beim Pfeifen von Bach und nahm mich prompt mit zu einem Klavierlehrer der meine Fähigkeiten testen sollte. Er sagte, dass ich keine hätte, das ging also nach hinten los. Aber vielleicht war es besser, dass ich mich einfach an der Musik erfreute als ich aufwuchs und keinen Erfolgsdruck verspürte.
Als ich um die 11 oder 12 Jahre als wart lernte ich dann Klavier und Geige, und wurde außerdem ein professioneller Sopranist. Diese Erfahrung war, um es mal vorsichtig auszudrücken, keine erfreuliche. Für eine lange Zeit habe ich dann nicht mehr gesungen. Eigentlich beschämte und schüchterte mich diese Erfahrung sogar ein. Aber ich blieb der Musik immer sehr verbunden und während meines Filmstudiums verbrachte ich Stunden damit den großen modernen Komponisten Bartok, Shostakovich, Stravinsky, Britten and Schnittke zuzuhören.
Mein Musikstil…. Ich denke nicht, dass ich ein bestimmtes Genre passe. Ich siedle meine Musik in dem großen Fantasy-Genre an, und mit jedem Song versuche ich eine hybride Art des Erlebens zu erschaffen. Ich habe das Komponieren nie gelernt, und so muss ich bei der Strukturierung meiner Stücke auf meine Ausbildung als Filmemacher zurückgreifen. Mich verwirrt es ziemlich wie Komponisten wie Shostakovich and Schnittke ihre Musik strukturieren. Eigentlich fühle mich mit dem narrative Stil von Fellini wohler.

Du bist im UK geboren, weil dein Vater dort seinen ersten Werbefilm drehte. Aber hauptsächlich bist du in Los Angeles aufwachsen. Inwieweit beeinflusste dich die Arbeit deines Vater?
Eigentlich machte mein Vater sein erstes Feature im UK. Er hatte schon eine Menge großartiger Werbefilme in New York City gedreht bevor ich geboren wurde. Los Angeles war ein wenig das Weglaufen meines Vater vor dem, wie er es nannte, Misserfolg seines ersten Films. Zweifellos verlieh das meinem Leben in Los Angeles einen seltsamen Beigeschmack. Aber, dass mein Vater ein Filmemacher war, und dazu ein sehr talentierter, hatte natürlich einen positiven Einfluss auf mein kreatives Leben. Als ich an der New York Film School anfing war auch er zurück nach NY gezogen und wir wohnten zusammen. Ich hatte für ein Semester sogar einen Steenbeck Editiertisch in der Wohnung und er saß bei vielen meiner Bearbeitungen neben dran und gab mir sein, oft frustrierend begeisterungsloses Feedback.
Ich muss aber vor allem meiner Mutter Anerkennung zollen für ihren großen Einfluss auf mein kreatives Leben als Kind. Sie hat immer Shakespear gelesen und sich wundervoll Musik angehört. Und sie hat immer noch die herrlichste tiefgreifende Persönlichkeit. Das hatte definitiv eine verblüffenden Auswirkung auf meine Psyche.

Fredo Viola Wallpaper

Du wurdest an der New York Film School aufgenommen und hast in dieser Zeit russische Komponisten wie Bartok und Kollegen für dich entdeckt. Könntest du mir einen kurzen Überblick über die von dir geliebte Musik während deines Lebens geben (von der Kindheit bis jetzt)?
Meine frühesten Erinnerungen sind aus den Jahren als ich meiner Mutter zuhörte wie sie auf dem Klavier Musik von Bach, Chopin, Mozart und auch ein wenig von Bartok spielte. Da war ich ungefähr vier Jahre alt.
Kindheit »Free To Be, You And Me«, super-groovy, 1970er Wunder eines Kinderalbums! Mussorgsky’s »Pictures At An Exhibition«.
Grundschule: Harry Nilsson (welche Kind konnte »Coconut« oder »Me And My Arrow« widerstehen), The Beatles, mehr von Bach und Mozart.
Junior High: Dixieland (Leon Redbone), Beatles, The Misa Luba. Grundsätzlich habe ich in der Junior High die fantastische Plattensammlung meiner Eltern überfallen. Darin habe ich auch The Swingle Singers gefunden, welche definitiv einen Einfluss auf mich hatten.
High School: Ein etwas melancholischer Anfall ließ mich erst an Schubert und Chopin festhalten. Dann kam die Pop Explosion: Kate Bush, Depeche Mode, Cabaret Voltaire, Kraftwerk, The Beatles. Ein paar Freunde von mir und ich haben zu dieser seltsamen, launischen, verrückt lustigen Musik im Radio mit einer Videokamera experimentiert. Das war mein erstes Erleben von Shostakovich’s fünfter Symphonie, obwohl ich nicht herausgefunden habe was war bis ich im College war.
College: Antonio Carlos Jobim (Astrud Gilberto lebte in meinem Gebäude und ich hatte sogar die Möglichkeit sie zu treffen!), Thelonius Monk, Shostakovich, Bartok und Stravinsky.
Post-College: Schnittke, Benjamin Britten, Don Giovanni, Radiohead, Amon Tobin, Beta Band, White Noise, Belle & Sebastian, Odetta, Leonard Cohen und Harry Nilsson.
Bis jetzt: Ich muss ehrlich sein, meist hat meine eigene Arbeit meine Ohren dominiert. Aber meine Liebe zu Bach ist gewachsen, ich habe Biff Rose entdeckt und mir gefiel Animal Collective mit Vashti Bunyon sehr gut. Außerdem habe ich viel von meinen Gleichgesinnten gelernt und wurde durch meine Freunde bei em411.com, wie zum Beispiel Deltasleep, Lowlifi, Astroid, Papergoose, Prugelknaben, Mickey Eats Plastic, Autistici, Disastrato, Ticklesitter, Jdg, Greg Tyler und Autopilot sehr inspiriert. Ich habe hier sicher jemanden vergessen. Diese Jungs verblüffen mich mit ihrem Talent.

Was hast du nach der Film Schule gemacht?
Ich habe in einer Videothek gearbeitet. Ich war so schlecht dort. So ein Reinfall. Das Managment traute es mir nicht zu hinter der Kasse zu stehen, also habe ich die Böden gesaugt und Staub gewischt. Ich liebte saugen, weil es immer ein Spaß war Musik gegen das laute Dröhnen des Staubsauger zu improvisieren.
Eine skurrile Geschichte: Ein paar Mal, schon ziemlich am Ende meines Jobs in der Videothek, hatte ich die Möglichkeit die Arbeit hinter der Kasse auszuprobieren. Eine Woche später sagte mir mein Chef, dass ich zur Polizei solle, weil die einem Angestellten namens Viola ein paar Fragen stellen wollten. Es stellte sich heraus, dass eine verbrannte Leiche gefunden wurde und das einzige was noch zu erkennen war war eine Ausleihkarte mit meiner Unterschrift drauf. Ich bekam als die volle einschüchternde psychologische Behandlung der Polizei bis sie irgendwann merkten, dass es nur ein Zufall war und ich nichts über die namenlose Leiche wusste.

»Fredo Viola - The Sad Song

Wie bist du dahinter gekommen Musik machen zu wollen? Und wie hast du damit begonnen? Welche Instrumente hast du benutzt und welchen Stil hatte deine Musik am Anfang?
Als ich ind er Junior High und der high School war wollte ich kleine Stücke auf dem Klavier schreiben, und eine Menge Klangcollagen mit meinem Verzägerungspedal machen, aber sobald ich im College war studierte ich Film und beschränkte mich lediglich auf das Hören von Musik in meiner Freizeit. Musik hat für mich immer eine Ausflucht aus der Realität dargestellt, von welcher ich größtenteils kein großer Fan bin. Nach dem College wurde ich Cutter und Animationsdesigner bei L’Oreal. Ich brachte sie dazu mir ein paar Audiogerätschaften zu kaufen in dem ich versprach es gut für die Projekte nutzen zu können. Als ich dann mit meiner Arbeit Geld verdiente wollte ich mir neue Teile kaufen. Zuerst habe ich nur moderne Klassikstücke geloop und diese dann mit ein wenig Hip Hop gemischt. Aber als ich dann meinen Midi-Controller und eine Mikrophon bekam begann ich mit meinen eigenen Kompositionen zu experimentieren. Ich bin nachts lange wach geblieben und habe gesungen. Meine Fähigkeiten auf dem Klavier sind recht miserabel, also musste ich mich beim kreieren von Musik auf meine Stimme verlassen. Es ging viel schneller eine Melodie zu singen, als sie auf dem Keyboard einzuspielen. Außerdem konnte ich mit meiner Stimme auch im Ausdruck dynamischer sein.

»Entitäten dürfen nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden«. Erzähl mir mehr davon.
Das ist die Theorie von Ockhams Rasiermesser, oder? I habe für einen Film namens »According To Occam’s Razor« die Musik geschrieben und ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich ein Gefühl für diese Theorie habe. Was ich über das Multiplizieren von Entitäten sagen KANN ist, dass je mehr man es macht desto trüber und mehrdeutiger werden Dinge. Und ich bin ein großer Fan von Mehrdeutigkeit. Ich werde also immer dazu verleitet meine musikalischen Elemente so oft wie möglich zu multiplizieren.
Ich habe ein paar Bilder in einem Buch von Rupert Sheldrake gesehen… in den 30er oder 40er Jahren hat eine Gruppe Wissenschaftler Fotos von jedem Mann und jeder Frau in einem Büro gemacht. Dann haben sie die Bilder aller Männer und jene aller Frauen überlagert. Gleiche Gesichtsstrukturen wurden visuell verstärkt, Unterschiede abgeschwächt. Die resultierenden Fotos der männlichen und weiblichen Archetypen haben mich außerordentlich inspiriert. Und ich fühle eine ähnliche vieldeutige Stärkung wenn ich viele Stimmen übereinander unisono multipliziere.

Was für eine Erfahrung war es wirklich Musik mit Leuten zu machen die auf der ganzen Welt verteilt sind und die man nicht kennt?
Meine Erfahrung der Kommunikation mit diesem Volk die letzen vier oder fünf Jahre waren zu großen Teil wahrlich paradiesisch. Natürlich ist es leicht sich via Email oder IM misszuverstehen. In mancher Hinsicht ist das Internet das Brutgebiet für eine Menge lächerliches Drama. Und es gibt immer die Trolls mit denen man sich begnügen muss. Aber alles in allem gibt es dort viel mehr zu gewinnen.
Hast du es jemals bemerkt, dass ein Stück Musik, welches du zufällig entdeckt hast, viel mächtiger und bewegender ist, als wenn du die Musik absichtlich wählst? Mit Leuten zu arbeiten die man kaum kennt und natürlich nicht sieht kann den gleichen Effekt haben. Ich war immer sehr erschreckt von dem Klang der Stücke die ich zurück bekam wenn ich ein Projekt an einen neuen Kollaborateur schickte. Internet-Zusammenarbeit hält die Musik auch immer sehr rein und klar, es geht wirklich um die Ideen die man hin und her schickt und während dieser kreativen Phase gibt es weniger Möglichkeiten das Dinge persönlich werden.


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Von da an ging es für dich aufwärts. Was passierte nachdem du das Video zu »The Sad Song« auf der Website veröffentlicht hattest?
Einer meiner Freunde empfahl mir einen Link an einige Design-Seiten zu schicken. Dann, eines Tages schaute ich nach den Statistiken meiner Seite, etwas das ich SEHR unregelmäßig machte, weil wirklich warum?, und da war eine große rote Warnung. Ich kontaktierte meinen Provider und sie erklärten mir, dass ich tausende Dollar an Überschußzahlung angesammelt hätte. Alles in allem war die Rechnung 13000$ hoch, obgleich mir schon 8000$ davon erlassen wurden. Aber das war es wert, weil ich Emails von Massive Attack, dem Filmkritiker Roger Ebert, Neil Gaiman, Mike Binder, und letztlich auch des Labels bei welchem ich jetzt unterschrieben habe, bekam. Außerdem bekam ich eine Menge bewegender Email von Leuten aus der ganzen Welt. Es war wirklich fantastisch. Ich habe sehr viel Glück gehabt.

Du hast mit Massive Attack zusammengearbeitet. Warum sollte sie das Studio verlassen als du deine Stimme aufgenommen hast?
Ich hatte echte Probleme damit dass ich extrem gehemmt war. Bis zu dieser Zeit hatte ich nur alleine in meinem Heim-Studio gesungen. Ich hatte total Schiss vor all diesen routinierten Kreativköpfen zu singen. Und so ließen sie mich erst einmal ungefähr eine halbe Stunde zu einem Loop rasseln, den ihr Techniker für mich eingespielt hat. Dann als ich fertig war lag es an mir das Studio zu verlassen während sie es sich anhörten.

Nun bist du bei dem französischen Label Because unter Vertrag, zusammen mit Justice, Charlotte Gainsbourg und Jarvis Cocker. Wie fühlt sich das an?
Because ist ein großartiges Label, und sie haben Bereitschaft gezeigt großen Mut zu beweisen was die Akzeptanz der Track Auswahl meiner ersten EP anbelangt. Sie enthält zwei meiner absonderlichsten und stilistisch unausgewogensten Lieder. Ich war wirklich positiv überrascht dass sie mit meiner Track-Zusammenstellung einverstanden waren.

Woher kommt die Inspiration für deine Texte?
Ich hasse es Texte zu schreiben. Das ist echt wie Zähne ziehen. Normalerweise gibt es immer einen kleinen Satz oder eine Phrase die die gesamte Bedeutung enthält, und es ist immer sehr schwer für mich dieses Mysterium zu knacken. Nimm zum Beispiel »Robinson Crusoe«: Die eine Zeile die ich geschrieben hatte lautete: »we clung together playing Robinson Crusoe«. Ich wusste, dass es ein melancholischer Rückblick in die Spiele der Kindheit und diese seltsamen, kraftvollen Liebesaffairen die man als Kind hat sein sollte. Aber es hat mich etliche Monate gekostet bis ich diese Worte ausgestalten konnte. Für gewöhnlich ist dies der schmerzvollste Teil des Schreibens. Auf der andern Seite springen mir manchmal die Worte geradezu in den Kopf. Der Text zu »The Original Man« kam mir in einem Traum. Ich bin einfach aufgestanden und habe den ganzen Song aufgenommen. Ernsthaft, es war wie Magie. Aber auf solche Momente kann man nicht warten, denn sie sind rar gesät.

»Fredo Viola - The Original Man

Und wie schreibst du einen Song? Was ist das für ein Prozess?
Normalerweise improvisiere ich den Song aus der Melodie heraus indem ich drüber schwafle. Ich bin ein großer Fan des Kontrapunktes, und so gibt es sehr oft eine sehr wichtige Kontrapunkt-Melodie die etwas an Inhalt hinzufügt und hilft, die richtige Spannung zu erzeugen. Wie ich gesagt habe benutze ich meine Stimme, da es am einfachsten ist damit zu arbeiten, aber eventuell gestalte ich die Besetzung noch aus und hole noch Solo Musiker dazu. Bei diesem Album hatte ich sehr viel von Ike Sturm und Brent Follis die Bass und Schlagzeug spielen. Was die Texte anbelangt musste ich hier und da erst herausfinden ob ich das Geschwafel durch richtige Wörter ersetzen solle. Das kann die Fertigstellung eines Tracks um Jahre verzögern. An »The Turn« gab es zwei Jahre lang wahnsinnig viel zu tun. Ich bin einfach in den Texten hängen geblieben.

Wie weit sind die Aufnahmen bis jetzt? Dein erstes Album wird Mitte 2008 veröffentlicht. Wie fühlt sich das an?
Das Album ist total fertig, und ich fühle mich wirklich glücklich damit. Ich überlege jetzt wie ich diese seltsamen herausfordernden Songs live aufführen kann, das ist der nächste Schritt. Aber ich habe definitiv schon ein weiteres Album, eventuell auch zwei, entworfen welche auf Vollendung warten.

»Fredo Viola - The Turn

Wird dein Album auch auf Vinyl erhältlich sein? Ich liebe diese schwarzen Scheiben nämlich. Und was denkst du ist ein guter Plan für die Musikindustrie in Zukunft, wenn man diesen Einbruch an Plattenverkäufen gerade betrachtet?
Ich hoffe das Album wird auch auf Vinyl erhältlich sein. Es gibt für mich keinen größeren Nervenkitzel als eine Nadel auf ein Stück Vinyl zu legen und die von mir produzierte Musik zu hören. Wenn man all diese technischen Änderungen betrachtet, bin ich doch einigermaßen überrascht und verblüfft. Ich bin sehr sicher, dass eine Form nur wartet entdeckt zu werden welche die fantastische Verpackung und die Klangqualität von Vinyl mit einer Art Computerinteraktion vereint, aber bisher noch nicht gefunden wurde.
Ich habe gerade begonnen diese »Cluster«-Performances auf meine Website zu laden. Das sind Videos in welchen ich alle Vocals eines Songs live singe, diese dann visuell zusammenpflege und sie ins Internet stelle. Aber visuell gibt es kleine Dinge die nur in dieser Form möglich sind und bei einem Live-Auftritt nicht funktionieren, also fühle ich das ganze einen kleinen Schritt in eine andere Richtung machen. Dies wird zu größeren Schritten führen. Ich habe auch gerade eine Zusammenarbeit mit einem Flash-Entwickler begonnen, und einige dieser Experimente werden hoffentlich gesunde und köstliche Früchte tragen.
Letztendlich werden kreative Leute kreative bleiben, und die Geschickten werden einen Weg finden diese Dinge weiterhin zu verkaufen. Ich bin also nicht besorgt um den Einbruch der Musikverkäufe.

Und zuletzt: wie ist das mit dir und dem Tee?
Es ist nicht nur Tee denke ich. Ich meine Tee ist besser für dich, und ich scheine diese plötzlichen Gesundheitswahn-Anfälle zu haben in denen ich den Kaffee weglasse und mir nur alle möglichen Arten von grünem und weißem Tee gebe, aber ich bin genauso auch wieder voll beim Kaffee. Ich schätze ich mag einfach alle Getränke besonders gerne die mit einem gewissen Ritual konsumiert werden.

Viele Herzlichen Dank für dieses tolle Interview. Jetzt bleibt nur noch der Hinweis auf deine toll gestaltete Homepage, auf welcher es massenhaft Videos, Musik und Grafiken zu entdecken gibt. Natürlich bist du auch bei MySpace.

Danke an O. für eine wenig Übersetzungsarbeit.


Tags: featured | Fredo Viola | Interview | mp3
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Kommentare

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  1. die anne sagt:

    20.03.2008 um 22:03 (#)

    hammer.

  2. tylth sagt:

    16.04.2008 um 21:57 (#)

    mich hat er vergessen hehe : D

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