Festivals stinken!
25.06.2008 | 13:52 | von pasQualle veröffentlicht in Noise, Notizen | 5 Kommentare

Im wahrsten Sinne des Wortes. Auch bei mir ist des nicht der Musik wegen. Ich hätte rein gar nichts dagegen die vielen großartigen Bands auf den zahlreichen Line-up Listen der unterschiedlichen Festivals in der dargebotenen Reihenfolge, von mir aus auch in völlige anderer, anzuschauen. Dann würde ich selbst den eher mäßigen Sound und die vielen Leute um mich herum ertragen. Aber wenn das bedeuten würde, was-weiß-ich-wie-viele-Tage-lang unter widrigsten Verhältnissen zu “wohnen”, kann mir auch die Musik gestohlen bleiben. Die Wohnsituation auf Festivals camping zu nennen, dabei würden selbst (Achtung, Vorurteil) die Holländer den Kopf schütteln. Auf engstem Raum, matschigem Untergrund, ohne, und der einzige Baum gilt nicht, halbwegs saubere sanitäre Anlagen, ja da haben es selbst die Masthühner in ihren Legebatterien besser. Oder wie es Tony Nayler in einem hervorragenden Artikel in seinem Blog auf den Seiten des Guardian ausdrückt:
Our grandparents fought wars, formed unions, scrimped and saved in order that we might have indoor toilets, running water and nightclubs with cloakrooms and crystal clear Funktion One soundsystems. And what do we do? We go to Glastonbury and live like 18th century peasants.
Ich bevorzuge ja kleine Konzerte, so bis 500 Leute, in ebenso kleinen überschaulichen Lokalitäten, ohne Matsch, ohne Regen, mit gutem Sound. Das Fest ist eine Ausnahme, da ich nach getaner Arbeit nach Hause fahren und duschen kann, und weil dort eine reizvolle interessante Bekanntschaft machen werde. Und weil Róisín Murphy spielt. Aber Tony Nayler hat es mal wieder viel besser ausdrücken können:
The perfect gigs take place in sweaty, sold-out 300-capacity basements. You will be able to see the whites of the band’s eyes. Cold beer will be readily available. The night will involve drinking around town first, more drinking afterwards, a stumble into your kebab house of choice at about 3am, an eventful night-bus or taxi ride and, finally, your own bed. Or, even better, someone else’s. And the genius bit? Next morning, even if you wake up feeling like someone has injected sulphuric acid into your brain, you’ll be able to have a shower and change your underpants.
That, people, is the way to enjoy music. Not in a field.
Tags: Das Fest | featured | Festival | Róisín Murphy
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Tja - was soll ich dazu noch sagen?
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Snob. Zwischendurch ma im Dreck leben wühlen ist toll. Aber RoR ist trotzdem Kakke. Da sind nur so Festivaldörfler. Von welchem ist das nette Bild?
29.06.2008 um 14:25 | # | @
Das nette Bild ist vom Hurricane dieses Jahr (sic!).