Freitage

HORSE The Band

Freitage können so grundverschieden sein. Verschieden ist nicht gleichbedeutend mit schlecht, eher mit anders. Wenn innerhalb einer Woche die beiden Extreme auftreten fällt das natürlich am deutlichsten auf.

Gestern: Klassischer 9-to-5 Arbeits-/Unialltag mit anschließendem Durchstöbern der Läden nach einem stilvollen Fondue Caquelon plus passendem Rechaud um am Sonntag die Käsefondue Saison einzuläuten. Später folgte ein geselliger Abend in der Küche bei Risotto und 2 Flaschen Rotwein. Um 12 Uhr gingen die Lichter aus und heute morgen wachte ich mit leicht verschneiten Dächern vor dem Fenster auf. Ein entspannter, an Romantik grenzender Freitag.

Vor einer Woche: Ich glaubte anfangs selbst nicht, dass ich meinen Plan wie gehabt durchziehen, sondern doch irgendwann meiner Müdigkeit erliegen werde.
Während um 20 Uhr schon die große Party der Fachschaft Maschinenbau begonnen wurde, saß ich noch in meinem kleinen Uni-Kämmerlein und tippte. Nicht, dass ich unbedingt auf der Party sein wollte. Ich war noch nie dort, hatte aber trotzdem ein schlechtes Bild von ihr. Aber sind wir mal ehrlich, alle Unipartys sind doch irgendwie gleich schlecht. Betrunken Studenten genießen es zu schlechter Musik in ihrer Uni herumzustürzen und in jene Mülleimer zu kotzen, in die sie unter der Woche immer ihre Tunfischsandwichverpackungen und Tomatensaftfläschchen entsorgen. Und wenn solch eine Feier dann auch noch von einem der Studiengänge mit der niedrigsten Frauenquote abgehalten werden, kann man ruhig in seinem kleinen Uni-Kämmerchen sitzen bleiben und weiter Dinge tippsen. Trotzdem, wenn man weiß, dass 3 Stockwerke weiter unten schon die ersten Biere getrunken werden, ist die Motivation auch am Arsch. Ich versuchte mir vorzumachen, dass eben jene langsam schwindende Motivation durch ein Bier erneut aufgefüllt werden könne. Klar, ich scheiterte kläglich, denn durch ein Bier, welches man wegen fehlendem Essen bei jedem Schluck mehr merkt, lässt sich nur die Begierde nach Zigaretten, Essen oder schönen Mädchen steigern. Nicht jedoch jene, noch eine Stunde in die Tasten zu hauen.
Also runter, Bier kaufen, Essen kaufen und Leute schauen. Zu meinem Erstaunen wurden die vielen Karohemd-tragenden Gruppen immer häufiger von Mädchen-Gruppen durchzogen. Mädchen, an meiner Uni, eigentlich ein Gegensatz. Darauf ein Schluck Bier.
Trotz alldem halte ich es auf solchen Partys nicht aus. Die Leute, die Musik, die Lokalität. Das alles ist mir zuwider. Das muss ich unter der Woche schon zuhauf ertragen, und kann am Wochenende gut und gerne darauf verzichten. Besonders nach solch einem langen Tag, der auch noch eine ganze Weile weitergehen sollte. Kopfhörer auf, Converge auf voller Lautstärke, flüchten.
Flüchten in ein kleines Jugendhaus im Stuttgarter Westen in welchem ein Konzert von HORSE The Band auf dem Abendprogramm stand. Genau das richtige nach einem langen Tag. Krach, Lärm, Musik mit Aggressionen, weitere Biere und ein Publikum zum Wohlfühlen. Wirklich viel habe ich dann letztendlich von dem Konzert nicht mitbekommen, weil K., das (soweit ich mich erinnere hübsche) Mädchen neben mir, Zuneigung suchte. Kann man ja nicht nein sagen, bei sowas. Im Hintergrund schepperte der Nintendo-Core. Und im Handumdrehen wurde aus dem Abend, der anfangs nur Anstrengung versprach, ein entspannter und erfolgreicher Abend. Was ich von dem Konzert mitbekommen habe ging gut nach vorne. Der Sound entsprach leider Jugendhaus-Niveau, dafür lieferte sich Nathan Winneke, Sänger bzw. Brüller von HORSE The Band, ein recht unterhaltsames Battle mit dem Publikum. Klar, und ich war bedient.
Danach ging es noch en solo (so einer bin ich nun auch wieder nicht) auf ein Rivella (Hydrierung) in meinen Stammclub. Ein kleines Pläuschchen mit der Außenbedienung über Kälte (die Arme musste den ganzen Abend draußen in der Kälte sitzen und Flüssigkeiten verkaufen), kurz schauen, ob bekannte Gesichter da waren, dann auf den Nachtbus und nach Hause. Es war erst halb 2. Ich war angetrunken, und konnte mich, wegen dem Tag mit null Pausen, nur unter enormer Anstrengung noch auf den Beinen halten.
Am nächsten Morgen wurde ich um 8 Uhr durch das Klingeln des Paketboten geweckt. Er brachte mir zu kleine Schuhe.

Bild © rockzoom

Silhouette Masterpieces

Silhouette Masterpiece by Wilhelm Staehle

Altertümliche Silhouetten vor klassischen Heimatgemälden/Hintergründen kombiniert mit knackigen Texten. Weitere großartige Silhouetten gibt es im Silhouette Masterpiece Theatre.

Ich habe in meinem Leben das Wort Silhouette wohl noch nie so oft benutzt wie in diesem Beitrag. Damit das auch so bleibt: Silhouette Silhouette Silhouette Silhouette Silhouette Silhouette Silhouette.

[via]

Schneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee


Einen massiven Wintereinbruch «mit Pauken und Trompeten» sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den kommenden Freitag voraus. «Das könnte das spektakulärste Wetterereignis seit dem Orkan Kyrill im Januar 2007 werden», sagte Meteorologe Andreas Friedrich.

Juhuuu ACTIOOOOON!



© Libär

Sport ist gesund

Ritter Sport

Meine Mitbewohnerin sagte, ich müsse mehr Obst essen. Das ist gesund, sagte sie. Sport ist auch gesund, denke ich, beim Kauf der täglichen Ration Ritter Sport Knusperflakes.

[Bild © Gavin Kahpunkt]

MGMT im Mixer

Und bunt geht es weiter. Unser aller liebste Indie-Hippies MGMT wurden von DJ Sal Kirdkin kräftig durch den Mixer gedreht. Mit dabei sind Remixes von Soulwax und Holy Ghost!. Das beste daran: it’s for free!

[mp3] DJ Sal Kirdkin - MGMT Mix

[via]

Zerbrechliche Figuren & simple Formen

Alexandros Vasmoulakis

Ich freue mich immer wie ein kleines Mädchen einen neuen, mir unbekannten Streetartist zu entdecken und mich dann stundenlang durch sein Portfolio zu wühlen, was nicht selten Geräusche produziert für welche mich selbst kleine Mädchen mit ebenso erwachsenem wie prüfenden Blick anschauen würden. Denn meist findet man in solchen Portfolios nicht nur Streetart, sondern noch allerlei andere wunderbare Dinge (Installationen, Gemälde, Skizzen, …).
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O Superman

Mit einem Klassiker der Elektronik enthaltenden Musik, möchte ich den Umstand feiern, dass es hier jetzt auch wieder möglich sein wird Flash-Inhalte zu präsentieren, ohne, dass diese das hübsche Design vergewaltigen.

Nimm das alles nicht zu ernst Mutti

Hey Mom

Das muss ich mittlerweile schreiben. Denn, nach etlichen Jahren der Abneigung welche sich in uninteressierter Ungeduld gegenüber Erklärenden äußerte, ist Mutti nun auch im Netz unterwegs. Wenn man, als Sohn, der immer wieder versuchte ihr teh Interwebs näher zu bringen, nun sieht, wie schwierig der Umgang mit einem komplexen elektronischen Gerät für jemanden ist, der nicht von Kindesbeinen an damit aufgewachsen ist, freut man sich doch über jeden Vorschritt. Benutzerfreundlichkeit und selbsterklärende Oberflächen stoßen bei solchen Benutzern an ihre Grenzen. Alles ist zu überladen, zu klein geschrieben, nicht erklärbargenug dokumentiert.
Doch mit dem Internet und PC verhält es sich genauso wie mit allem. Wenn aus Nutzen Interesse folgt, lernt man gerne. Und ich könnte wetten, dass das Schreiben und Empfangen von E-Mails nur der Anfang ist. Die Neugierde über diese versteckte Welt wird überwiegen, Dinge werden ausprobiert werden, Fehler und Erfahrungen gemacht.

In diesem Sinne:

Hallo Mama,

das hier ist mein Blog (auch Weblog oder Internettagebuch genannt). Hier schreibe ich recht regelmäßig über Dinge die mich interessieren, und tausche mich über die Kommentarfunktion mit anderen netten Menschen aus. Zeit nimmt das nicht so sehr viel in Anspruch, ich verbringe nicht meinen ganzen Tag damit, und bin auch fleißig in den wirklich wichtigen Dingen im Leben. Und ja, ich esse auch immer regelmäßig.
Schau dich ruhig um. Kaputtmachen kannst du nichts.
Die Kommentare stehen natürlich auch für dich offen.

Bis Weihnachten dann.

[Foto © derteo.berlin]

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